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Aktuelle Projekte

ritter.
architekten + planungsbuero GmbH

Informationen zum aktuellen Projekt

    Auftraggeber:
    Evangelischer Kirchenkreis Dortmund

    Ev. St.-Petri-Kirche in Dortmund (Denkmalschutz) 2017-2018
    Mittelalterliche, gotische Hallenkirche in der Dortmunder Innenstadt. Erbaut zu Beginn des 14. Jahrhunderts, mit vielen erlittenen Zerstörungen im Laufe der Jahrhunderte und mehreren Wiederaufbauten wurde die Kirche letztmalig bei Luftangriffen im Jahre 1943 bis auf die Grundmauern zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte hierbei von 1954 – 1966, den Turmhelm erhielt die Kirche jedoch erst im Jahre 1981. Der neue Turmhelm wurde abweichend vom Original ohne Balustrade und Fialen als Stahlkonstruktion auf eine neue St.-Betonkonstruktion im Turminneren aufgesetzt.

    Das Gemäuer des Turmschaftes wurde im Krieg nicht zerstört, die Turmfassade erforderte aber in den letzten Jahrzenten zunehmende Instandhaltungsmaßnahmen, die auf Grund der Turmhöhe nur eingeschränkt durchgeführt wurden. Die letzten größeren und zusammenhängenden Sanierungsarbeiten liegen ca. 30 Jahre zurück. In immer kleiner werdenden Intervallen bestand die Erfordernis, loses Steinmaterial abzunehmen und partielle Reparaturen auszuführen.

    In den letzten Jahren hat das Absanden und Abschalen der Oberfläche stetig zugenommen, so dass die Westseite zum Schutz der stark frequentierten Fußgängerzone mit einem Schutzgerüst eingerüstet wurde. Erkundungen und Befahrungen der Fassade haben schließlich zu dem Ergebnis geführt, dass nur durch eine umfassende Sanierung dem Zerfall entgegen gewirkt werden kann. In den erfolgten geologischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Steinmaterial in mehreren cm starken Schichten abschalt und das Steingefüge auch nach einer erfolgten Sanierung hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit problematisch bleiben wird. Aus diesem Grunde entwickelte sich die gemeinsam mit der Landeskirche, der zuständigen Denkmalbehörde und den Restauratoren des Landschaftsverbandes die Entscheidung, die Turmflächen zusätzlich mit einer mineralischen Schlämme zu versehen. Diese soll das Fassadenmauerwerk schützen und den Prozess der Steinerosion weitestgehend verhindern, zumindest aber spürbar verzögern.

    Der beauftragte Leistungsumfang umfasst die Leistungsphasen 5-8 der HOAI sowie ergänzende Planungen für die Festlegung der zu verwendenden Materialien des Fugenmörtels und der Schlämme. Nach erfolgter Planung und Ausschreibung im Zeitraum 2016/2017 ist im Mai 2017 mit den Sanierungsarbeiten begonnen worden. Nach Ausarbeitung der Fugen und dem Ausbau morbider Sandsteine hat sich das Schadensbild noch verheerender dargestellt als wie es nach den Untersuchungen zu erwartet wurde. Auf Grund der hohen Schäden und die in den zurückliegenden Jahren nur partiell erfolgten Maßnahmen besteht die Erfordernis, ca. 1000 Werkstücke als Neuteile und Vierungen in unterschiedlichen Größen und Profilierungen herzustellen und neu zu versetzen.

    Der Turmschaft weist eine Höhe von ca. 40 m auf, die Seitenlängen betragen jeweils 12 und 14 m. Insgesamt muss eine Fassadenfläche von rund 200m² bearbeitet werden.

    Erstellt von Thomas Ritter, 16 November 2017
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